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Delice Delikatessen – Gekommen um zu bleiben

Seit Ende 2015 gibt es in Bonn einen neuen Laden in Bonn das DELICE Delikatessen. Sobald man eintritt gestalten sich mehrere Eindrücke. Meine waren: „Oh, schön viel Platz“, dann kam „Ah, lecker Kaffee und Kuchen“ und schließlich noch „Och, so viele Produkte… da muss ich gleich mal stöbern."

2016-01-08 13.45.08Das Geschäft ist eine Komposition, die versucht mehrere Bedürfnisse des Gastes zu befriedigen und ich kann schon mal vorweg nehmen: bei mir gelingt das 😀

Heute nennt man solche Geschäfte auch „Shop im Shop“. Das heisst in diesem Fall: während ich gemütlich einen Kaffee trinke und einen Muffin oder Kuchen esse, kann ich schon mal sehnsüchtig in die Regale und auf die Tische starren. Hier liegen insgesamt 600 verschiedene Produkte die mit Küche und Essen zu tun haben. Dabei ist der Fokus auf höherwertigen Produkten.

Das DELICE ist ein Franchise. Ich diskutiere lange mit der Betreiberin Selda Schwarz darüber, dass Franchise in Bonn immer sehr negativ wahrgenommen wird. Das Bonner DELICE war erst das 2. Geschäft des Franchise. Das heisst für sie: sie kann unglaublich viel mitgestalten, da das Franchise noch am Anfang steht. Da ist nichts fest eingefahren und der Kreativität ist ein großer Spielraum gegeben. Franchise heisst für sie konkret, dass 80% der Produkte die verkauft werden zentral verhandelt werden und bei ca. 20% hat sie Spielraum. Mit diesen 20% kann sie Schwerpunkte setzen. Das kann zum Beispiel das Thema „regional“ sein, aber wenn man merkt, dass in einer Stadt ein bestimmter Schwerpunkt sich herauskristallisiert, dann kann man diesen auch ergänzen. Jeder weiß, dass Verhandlungen mit Produktpartnern unglaublich langwierig sind und somit viel Zeit gespart wird.

Selda und ihr Mann Christian haben sich in der Systemgastro kennengelernt. Beide haben lange Erfahrung in der Branche und irgendwann beschlossen, dass sie es nun selber im Einzelhandel wagen wollen. DELICE passt perfekt und beide Seiten profitieren ihrer Meinung nach davon. Christian kommt aus dem Bäckerhandwerk und so ist es klar, dass sie langfristig, alle Kuchen, Muffins etc. von lokalen Bäckereien beziehen wollen.

Übrigens gibt es mittags schon eine Erweiterung des Angebots und es werden selbst gekochte Suppen angeboten. StudentInnen bekommen übrigens 10% Rabatt auf alle Getränke und Speisen im Café.

2016-01-08 13.44.49Nach einigen Wochen stellt sich schon heraus, dass die Kunden es schätzen, dass die Betreiber selber im Laden stehen. Man hat das Gefühl dadurch, dass es persönlicher ist. Die beiden hauchen ihrem Laden die Seele ein und die Kunden nehmen das wahr. Das ist ein tolles Gefühl sagen beide. Damit nehmen sie den Kunden auch die Ängste vor dem „bösen“ Franchise, dass jede Persönlichkeit auffrißt und zeigen, dass dies der Laden von Selda und Christian ist.

Ich bin gespannt, ob es dabei bleiben wird, dass man so viel Platz hat. Das empfinde ich als sehr angenehm, da ich nicht das Gefühl vom Grabbeltisch im Sommerschlussverkauf habe, sondern mir die Produkte genauer anschauen kann ohne dauernd angerempelt zu werden.

Gemessen an der gewünschten Zielgruppe, ist die Gestaltung sehr gut gelungen. Wer hochwertige Dinge einkauft, möchte sein Shopping Erlebnis auch so gestaltet wissen.

2016-01-08_Bonn_Delikatessen_Delice_EventIm Laden hängen hier und da Tafeln mit Event Ankündigungen. So gibt es einen Frauenabend, aber auch Themenabende an denen bestimmte Produkte vorgestellt werden. Das gefällt mir. Der Laden kann sich somit zu einem Treffpunkt entwickeln. Ein Treffpunkt für Freunde, die zusammen Kaffee trinken wollen und noch was Kleines kaufen, aber auch Interessensgruppen können hier zusammen kommen und sich über ein Thema sich austauschen.

Als ob das nicht genug ist, lerne ich dann, dass der große Verkaufstisch unten einfach abgedeckt werden kann und darunter befindet sich eine riesige Kochinsel. Das heißt: man kann hier auch Kochkurse machen.

Das ist auch für z.B. Firmen möglich. Ihr wollt einen Teamabend machen und gemeinsam Klönen und Kochen oder netzwerken? Sprecht die Betreiber an und die werden schauen, was gemeinsam möglich ist.

Das Ziel im ersten Jahr hört sich bescheiden an: der Bonner soll den Laden kennen und wahrnehmen und sich überzeugen lassen und öfter reinschauen.

Aber ich denke fast, dass das der Schlüssel sein wird zum Erfolg: der Bonner muss den Laden in sein Herz schließen. Wenn er das tut, dann hat er eine Chance. Mit den hochwertigen Produkten, der rheinischen Laune und dem Trendthema Food könnte das hier klappen und ich würde mich freuen, wenn die Ecke an der Uni / Beate Uhse dadurch ein bißchen aufgewertet wird.

Hier noch einmal die Homepage  mit immer aktueller Adresse und Öffnungszeiten.

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